Freitag, 8. April 2016

unser Markus läuft

die letzten zwei Wochen waren mit Arbeit nur so vollgepackt, da blieb nicht mal Zeit fürs Bloggen. Also nun, der Reihe nach:
Es war ein lange geplanter Dienstag, an dem sich Elektriker, Heizungsfachmann und Installateur in unseren Heizraum trafen. Nachdem letzte Arbeiten an unseren automatischen Anthrazit-Kessel erledigt waren, wurde das Gerät hochgefahren. Mit einer handvoll Holzpellets und einem Heißluftfön konnte das Feuer entfacht werden. Jetzt schiebt er fröhlich Steinkohle aus dem Bunker in die Retorte und verwandelt sie zu Asche.
Als ein paar Kinderkrankheiten behoben waren, fing er auch an, die Wandheizung mit Wärme zu versorgen. Da freut man sich schon richtig auf die fertig verputzte Wand.

Sonntag, 27. März 2016

Förderband mit Handbetrieb

Für das Dämmen der obersten Geschossdecke, des Dachboden-Fußbodens und Höhenausgleich habe ich als Unterkonstruktion Bohlen bestellt, 5x20cm. Um etwas Geld zu sparen, wurden sie nicht getrocknet, das kann dann auf dem Dachboden geschehen. Allerdings sind es ganz schön viele Bohlen und alle sehr schwer. Nun war die Frage: wie kommt das Holz sechs Meter höher? Die erste Idee:
Teleskopstapler, mit dem der ganze Hub hochgehoben wird. Durch ein Loch im Dach könnte man die Bohlen dann reinziehen. Ein Fall für die Buschtrommel: Nachbarn gaben mir die Handynummer von jemandem mit so einem Fahrzeug. Der kam vorbei und meinte, dass sein Stapler die Höhe nicht schafft. Das stärkste Gerät im Ort kann 21 Meter und über 3 Tonnen, das wäre was für mich. Nur schade, dass der Besitzer dieses Ungetüms keinen Nerv übrig hat für solche "Peanuts".
Also Plan B:
Handarbeit. Eine Rampe bauen, auf der dann die Hölzer hochgeschoben werden können. Dafür braucht man Zeit und vier kräftige Leute. Dass es ganz gut funktioniert, haben wir nun am Ostersamstag feststellen können. Bohle für Bohle wanderte bergauf und so liegen jetzt von den 126 Stück ca. 2/3 oben. Freude und Muskelkater waren groß. Danke für die Hilfe!



Donnerstag, 24. März 2016

Estrich mit Hindernissen

Endlich- der Estrich ist drin! Etwa 70m² wurden am Mittwoch im Erdgeschoss von einer Fachfirma eingebaut. So kann der gerade etwas eng gepackte Zeitplan eingehalten werden. Denn nach Ostern wird die Elektroinstallation so weit gemacht, dass die Außenwände bereit zum Verputzen sind. Ab dem 4. April gehts dann los, der Lehmputz ist in mehreren BigBags schon angeliefert worden.
Also, es war geradezu notwendig, dass der Estrich jetzt eingebaut wird.

Dabei stand die Aktion am Montag noch auf der Kippe. Der Chef der Estrich-Firma hatte Bedenken wegen unserem Schaumglasschotter geäußert und verweigerte die Garantie für diesen Estrich. Ein Anruf bei dem Hersteller des Schaumglasschotters brachte Gewissheit, laut seiner Aussage wurde der Fußbodenaufbau so wie wir es machen schon viele tausend Male schadensfrei ausgeführt. Wir haben uns dabei gewissenhaft an die Vorgaben des Herstellers gehalten und das Zeug versucht, so ordentlich wie möglich zu verdichten und abzuziehen. Die Estrichfirma hat lediglich keine Erfahrung mit diesem Untergrund. So stand beim Telefonat schon der Gedanke im Raum, mit dieser Firma nicht zusammen zu arbeiten. Aber der Zeitplan wäre hin gewesen und so haben wir uns doch geeinigt- wir haben einen schönen neuen Boden!




Sonntag, 20. März 2016

zwei neue Augen

unseren Giebel zieren zwei neue Fenster!
von einem erfahrenen Tischler gefertigt, mit Leinöl gestrichen, die Scheiben eingekittet.
Kastenfenster mit guter Wärme- und Schalldämmung.
die inneren Flügel schließen absolut dicht.
Beschläge wie früher: Reiber und Winkelbänder.
dort, wo mal ein alter Taubenschlag war, wird das Gästezimmer entstehen.

Sonntag, 13. März 2016

Alles fürs liebe Federvieh

Unsere Hühner, wir haben sie ja gern. Sie legen fleißig Eier, sehen hübsch aus und bringen Leben in den Garten. Aber sie haben diesen Freiheitsdrang, der sie immer wieder nach einem Durchschlupf suchen lässt, auch wenn das Gehege noch so groß ist. Wir können unserem Nachbarn die regelmäßigen Besuche unserer Hennen langsam nicht mehr zumuten, also musste ein Zaun gebaut werden. Das ist das Ergebnis:






Als Vorbereitung für den Estrich wurde der Schaumglasschotter mit einer kleinen Rüttelplatte etwas verdichtet und in Form gebracht. Bis auf ein paar kleine Sachen ist somit alles für den Rohboden vorbereitet. Im Gästebad muss nur vorher noch die bodengleiche Dusche eingebaut werden.
Am Dienstag kommt der Tischler und baut uns zwei handgefertigte Kastenfenster ein, das wird eine Freude! Fotos folgen.

Sonntag, 28. Februar 2016

es werde Bad, Folge 2

Im Bad ist nun wieder etwas mehr zu sehen. Die rot isolierten Leitungen gehören zur Wandheizung, die nun in unserer ganzen Wohnung komplett startbereit ist. Wenn bald der Steinkohleofen in Betrieb geht, wird es ohne weitere Arbeiten direkt warm. Notwendig ist eine funktionierende Wandheizung vor allem im Obergeschoss, wenn sie mit Lehm verputzt wird. Der Lehmputz kann dann trockengeheizt werden.
Da die Installateure nun auch komplett mit der Wasserinstallation fertig sind, konnte ich die beiden Vorwandbereiche mit OSB-Platten verkleiden. Später kommen noch Fermacellplatten drauf, auf die dann gefliest werden kann.
Endlich ist auch ein Fenster eingebaut, es war vorher im Schlafzimmer, wo nun eine Terrassentür ist. Wie alle anderen Fenster in unserer Wohnung auch, ist es ein Kastenfenster aus DDR-Zeiten. Wir werden im Obergeschoss jedoch nicht komplett auf Leinölfarbe umsteigen, sondern nur beschädigte Bereiche reparieren und mit normalem (aber guten) Fensterlack streichen.
Vom WC aus führt die Abwasserleitung und auch Warm-und Kaltwasser zum Dachboden. Dort werden wir neben dem Gästezimmer ein kleines Bad einrichten.
Weiter geht es demnächst mit dem Verputzen der Wandflächen. An der Decke hängt noch der lose Kalkputz, der muss noch runter. Sobald der Putz trocken ist, kann der Fußbodenaufbau weiter gehen, er wird aus einer gebundenen Perliteschüttung und Fermacell-Trockenestrich bestehen.

Ich bau ne Wand aus dem, was ich so fand

Die zwei nächsten großen Aktionen werfen ihre Schatten voraus: innen Verputzen und Estrich im Erdgeschoss. Beides Sachen, die wir von Firmen machen lassen. Das Verputzen wird allerdings aufs Wesentliche reduziert, also Wandheizung einputzen in beiden Geschossen sowie Decken verputzen. Innenwände und den Finish-Putz machen wir dann selbst.

Im Obergeschoss mussten also zuletzt ein paar kleinere Flächen zugemauert werden.

Als erstes die Wand zwischen Flur und Bad, ausgefüllt mit wiederverwendeten Backsteinen in Mörtel mit hydraulischen Kalk (das Mittel der Wahl für den Kalkputz innen: Otterbein NHL2 und für außen NHL5. Wird am Südgiebel verwendet und löst somit das profane Weißkalkhydrat ab):

Dann ein bisschen Wand zum "kleinen Zimmer", die es vorher schon gab, allerdings in äußerst sparsamer Konstruktion aus Spanplatten. Jetzt ist sie zwar recht dick für eine Innenwand, hat aber auf der einen Seite Wandheizung und ist ausgemauert mit wiederverwendeten Lehmsteinen, auch Grünlinge genannt. So ist eine schwere (=gut schalldämmende und wärmespeichernde) Wand entstanden, bereit zum Verputzen.





Als drittes dann noch eine nun verschlossene Türöffnung zum Schlafzimmer. Da die neue Tür gleich daneben sein wird, konnte das Wandmaterial wieder verwendet werden. Also wurden die alten Fachwerkriegel wieder eingebaut, die vorhandenen Staken eingesetzt und das ganze mit Strohlehm ausgefüllt. Und das ist eine Arbeit, die man einfach mal gemacht haben muss, erst recht als Handwerker. Es hat Stunden gedauert, bis der Strohlehm zwischen den Staken hing. Eine echte Geduldsprobe und man versucht sich vorzustellen, wie zur Erbauungszeit vielleicht 10 oder 15 Leute wochenlang mit dieser Arbeit beschäftigt waren. Klar, heute kann man so ein Loch schneller verschließen, mit Gipskarton und OSB. Aber mit der Lehmausfachung hat man immerhin keine Probleme in Sachen Schallschutz oder gar Schimmel.
So zusammengewürfelt die Bauweisen nun auch sind, wir haben jetzt ein paar solide Innenwände. Gekostet haben sie hauptsächlich Zeit und ein paar wenige Euro für Sand, Lehm und Kalk.