Nach der produktiven Phase in Februar, März und April geht es aktuell etwas langsamer voran auf unserer Baustelle. Mehrere Kleinigkeiten drängelten, wie etwa Schornstein verfugen oder das Beet vor dem Südgiebel beginnen anzulegen.
Vor der Ostfassade steht jetzt das Gerüst, aber nur in dem Bereich unserer Wohnung. Weiter hinten stehen größere Holzarbeiten an, die jetzt aber noch nicht dran sind. Der Putz von den Gefachen ist schon mal ab!
Im Bad wurde der Verputz für die Fliesen-Flächen begonnen:
... und für die Fenster im Obergeschoss gibts innen Laibungen aus Holz, Dreischichtplatte. Diese werden passgenau angefertigt, geschliffen und geölt. An die Kanten der Innenfutter wird dann der Feinputz gezogen und zuletzt eine dezente Leiste draufgesetzt.
Hier mal das erste, zur Probe nur reingehalten:
Bei der Fenster-Aufarbeitung wurde ein großes Kapitel beendet- die Erdgeschoss-Fenster sind fertig! Viel geduldige Arbeit steckt nun in diesen einzigartigen Schmuckstücken.
Sonntag, 12. Juni 2016
Wir machen Heu
Man könnte meinen, dass man im Sommer viel auf der Baustelle schafft. Die Tage sind lang, das Wetter warm. Aber die Vegetation auf unserem Grundstück raubt Zeit, und komplett hintenanstellen geht dann doch nicht, schließlich leben wir ja schon hier und denken nicht nur ans Bauen. So wird im Garten gejätet und gepflanzt, auf die Wühlmäuse geschimpft und ihnen hinterhergebuddelt. Viel bringts wohl nicht, sie wohnen in der Wiese nebenan. Die werden sich noch umgucken, wenn da erstmal zwei Mangalitza-Schweine stehen... Dauert leider noch etwas.
Aber die Wiese stand jetzt so hoch, dass es nötig war sie zu mähen. Also Sense scharf gemacht und los gings. Da das Wetter in den vergangenen Tage schön heiß und trocken war, gab es keinen Grund, das Gras zu kompostieren. Dann machen wir eben Heu draus!
Heute wurde aus dem Heu ein Heuschober:
der Witz an der Sache: wir haben gar keine Tiere, die das Heu fressen könnten.
Aber die Wiese stand jetzt so hoch, dass es nötig war sie zu mähen. Also Sense scharf gemacht und los gings. Da das Wetter in den vergangenen Tage schön heiß und trocken war, gab es keinen Grund, das Gras zu kompostieren. Dann machen wir eben Heu draus!
Heute wurde aus dem Heu ein Heuschober:
der Witz an der Sache: wir haben gar keine Tiere, die das Heu fressen könnten.
Sonntag, 8. Mai 2016
Vorher- Nachher
So, jetzt strahlt er im neuen Glanz, unser Südgiebel! Es wurde gesägt, gehoben, abgestützt, Putz abgeschlagen, gereinigt, verputzt und viel gestrichen. Sogar eine Dachrinne leitet nun das Wasser vom Krüppelwalm aufs Hauptdach, sodass es uns nicht mehr den Sockel verdreckt, wenn die Tropfen auf dem Boden fallen. Die Rinne ist aus Holz und durchaus unauffällig.
Die beiden Kastenfenster des Dachgeschosses wurden mit Ottosson Leinölfarbe weiß gestrichen, aber nur die Außenflächen. Innen sieht das neue Holz einfach noch zu schön aus, um es hinter Farbe zu verstecken.
Die Fachwerkhölzer wurden zwei Mal mit einer selbst hergestellten Mischung aus schwarzer Leinölfarbe, Kiefernholzteer, Leinöl und Balsamterpentin gestrichen. Uralte Rezeptur, die tief ins Holz eindringt und Regenwasser einfach abperlen lässt. Das einzig Richtige für unser zerfurchtes, altes Holz.
Der Putz wurde wie immer mit Kalkfarbe gestrichen- die Gefache drei Mal, das Erdgeschoss vier Mal.
Das Spalier wurde fast originalgetreu wieder angebracht. Auf dem ältesten Foto, das wir von unserem Haus haben, geht es allerdings bis zu den Fenstern des OG und die Latten wurden etwas enger eingeteilt. Da man aber noch an die leckeren Weintrauben rankommen muss, möglichst ohne Leiter, beschränken wir uns auf ca. 2,50m Höhe. Die Rebstöcke kommen heute noch in ihr Pflanzloch. Es ist eine rote und eine weiße Tafeltraube.
Was noch zu tun ist: die Fenster des OG streichen, irgendwann mal die Sandsteine des EG säubern (stört uns derzeit aber nicht) und ein Blumenbeet vor dem Haus anlegen. Dann finden endlich die Dahlien und Rosen einen gebührenden Platz.
Sonntag, 17. April 2016
alles bestens verkabelt!
In diesem Post wollen wir über eine große Baustelle berichten, die uns durchweg begleitet und mit viel Sorgfalt ausgeführt wurde: Die Elektroinstallation. Wir haben das Glück, dass diese Aufgabe familienintern bewältigt werden kann.
Besondere Herausforderungen hat dabei unser altes Haus zu bieten. Bröckelige Bruchsteinwände machen das Dosensetzen zu einem Abenteuer, Kabel müssen durch den staubigen Dachboden verlegt werden und die Innendämmung wirft viele Fragen auf, die es zu klären galt.
Es wurden ungezählte Kilometer Kabel verlegt, 7 Sicherungskästen gesetzt, 160 Dosen montiert. Fast jeder Wohnraum ist mit Antennen- sowie Netzwerkkabel ausgestattet. An vier Punkten in den Außenwänden sind jeweils vier Temperatursensoren versteckt, für eine Langzeitstudie. Sogar am W-LAN und eine Außenklingel für den Garten wurde gedacht. In der derzeitigen Holzwerkstatt wurde eine Steuerung installiert, die automatisch und zeitverzögert die Absauganlage anschaltet, sobald Kreissäge oder Hobelmaschine sich bewegen.
Wir finden: beeindruckende Leistung!
Besondere Herausforderungen hat dabei unser altes Haus zu bieten. Bröckelige Bruchsteinwände machen das Dosensetzen zu einem Abenteuer, Kabel müssen durch den staubigen Dachboden verlegt werden und die Innendämmung wirft viele Fragen auf, die es zu klären galt.
Es wurden ungezählte Kilometer Kabel verlegt, 7 Sicherungskästen gesetzt, 160 Dosen montiert. Fast jeder Wohnraum ist mit Antennen- sowie Netzwerkkabel ausgestattet. An vier Punkten in den Außenwänden sind jeweils vier Temperatursensoren versteckt, für eine Langzeitstudie. Sogar am W-LAN und eine Außenklingel für den Garten wurde gedacht. In der derzeitigen Holzwerkstatt wurde eine Steuerung installiert, die automatisch und zeitverzögert die Absauganlage anschaltet, sobald Kreissäge oder Hobelmaschine sich bewegen.
Wir finden: beeindruckende Leistung!
| auf dem Dachboden |
| beim Zählerschrank |
| Dosen nach dem Verputzen |
Nuss 5
Dieser Steinkohleofen. Eigentlich soll er uns mit 28kW Wärme beliefern und ist gerade mit der wichtigen Aufgabe beschäftigt, die frisch eingeputzten Wände zu trocknen. Im Obergeschoss wird so die in Lehm geputzte Wandheizung hochgefahren.
Doch dann fing es an- ein Sicherungsstift, der den Antriebsmotor mit der Förderschnecke verbindet, riss ab. Dieser Stift ist wie eine Sicherung, wenn es zu schwer geht, reißt er und verhindert einen Schaden am Getriebe des Motors. Also wurde ein neuer Stift reingesteckt, in der Hoffnung, das Problem wäre gelöst. Doch der Antrieb knackte munter Schrauben und Nägel:
Die Kurzfassung: Wir waren sehr deprimiert, dass wir uns anscheinend ein Billig-Gerät ins Haus geholt haben. Dann ging es an die Fehlersuche. Nachdem mehrere Grate und blanke Stellen an Schnecke und Drehretorte mit der Flex nachgeschliffen waren, drehte sich die Mechanik wieder wie gewollt. Beim Anheizen dann der Schreck- das Nägelknacken war wieder da. Wieso...? Dann der Verdacht: Ist unsere Kohle etwa zu grobkörnig? Anthrazit ist sehr fest, mit dem Hammer kann man die Körner knacken, eine Förderschnecke hat damit weit mehr zu tun. Da kann der Stift schon mal eher nachgeben. Die Theorie wurde untersucht, mit Hasendraht als Sieb wurden große Kohlestücken entfernt und der Bunker damit gefüllt. (Ein neues Hobby! Sonntag nachmittag Kohle sieben)
Und jetzt, wir sind noch etwas kritisch und schauen immer wieder mal nach der Lage, scheint alles zu funktionieren!
Also hier ein Tipp: Russische Steinkohle ist nicht zu empfehlen. Statt versprochener Körnung Nuss 5 (8-16mm) fanden sich solche Stücken bei uns wieder:
Braucht jemand grobes Anthrazit? Wir hätten welches günstig abzugeben.
Doch dann fing es an- ein Sicherungsstift, der den Antriebsmotor mit der Förderschnecke verbindet, riss ab. Dieser Stift ist wie eine Sicherung, wenn es zu schwer geht, reißt er und verhindert einen Schaden am Getriebe des Motors. Also wurde ein neuer Stift reingesteckt, in der Hoffnung, das Problem wäre gelöst. Doch der Antrieb knackte munter Schrauben und Nägel:
Die Kurzfassung: Wir waren sehr deprimiert, dass wir uns anscheinend ein Billig-Gerät ins Haus geholt haben. Dann ging es an die Fehlersuche. Nachdem mehrere Grate und blanke Stellen an Schnecke und Drehretorte mit der Flex nachgeschliffen waren, drehte sich die Mechanik wieder wie gewollt. Beim Anheizen dann der Schreck- das Nägelknacken war wieder da. Wieso...? Dann der Verdacht: Ist unsere Kohle etwa zu grobkörnig? Anthrazit ist sehr fest, mit dem Hammer kann man die Körner knacken, eine Förderschnecke hat damit weit mehr zu tun. Da kann der Stift schon mal eher nachgeben. Die Theorie wurde untersucht, mit Hasendraht als Sieb wurden große Kohlestücken entfernt und der Bunker damit gefüllt. (Ein neues Hobby! Sonntag nachmittag Kohle sieben)
Und jetzt, wir sind noch etwas kritisch und schauen immer wieder mal nach der Lage, scheint alles zu funktionieren!
Also hier ein Tipp: Russische Steinkohle ist nicht zu empfehlen. Statt versprochener Körnung Nuss 5 (8-16mm) fanden sich solche Stücken bei uns wieder:
Braucht jemand grobes Anthrazit? Wir hätten welches günstig abzugeben.
Freitag, 15. April 2016
tonnenweise Lehm
Im Obergeschoss geht es voran- die Lehmbauer waren erleichtert, als sie den Kalkputz im Erdgeschoss hinter sich hatten. Ab jetzt werden Meter gemacht, mit der Putzmaschine wird ein BigBag nach dem anderen geleert. Die Wandheizung machte zuletzt noch Probleme, da der obere Heizkreisverteiler nicht auf Temperatur kam. Unrsache: Dreck im Ventil. Als das behoben war, kam ca. 6 Stunden später der nächste Schreck: Der Steinkohleofen wollte nicht mehr. Das Feuer war ausgegangen, da die Förderschnecke verstopft war. Nach einer unruhigen Nacht konnten wir mit telefonischer Unterstützung das Problem zum Glück selbst beheben. Jetzt läuft er wieder und bringt unsere Wände zum Dampfen!
Hier ein paar Bilder vom Baugeschehen:
Hier ein paar Bilder vom Baugeschehen:
Freitag, 8. April 2016
Das bewährte Verputzer-Duo
Stolz präsentieren wir nun allen Vorbeifahrenden, die volle Sicht auf unser immer schmucker werdendes Haus haben, den frisch verputzten Südgiebel!
Der Verputzer-& Maurerbruder kam vorbei und mit vereinten Kräften wurde erst mal ein anderes Projekt beendet: Der Schornsteinkopf. Kurz vor Weihnachten begonnen und fast fertig gestellt, reckt er sich un in voller Klinkerpracht gen Himmel. Eine Rollschicht vollendet diesen Blickfang.
Dann aber, noch ausgebremst von Vorbereitungsarbeiten (bereits aufgetragener Putz musste wieder runter, da er "aufgebrannt" war und somit nicht tragfähig) ging es los mit dem Verputzen. Durch die Erfahrungen von der Westseite ging vieles gleich routinierter. Man war noch vertraut mit dem Material und auch die Tücken konnten uns diesmal nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Zwei Beispiele:
- Da das Fachwerkholz bereits letzten Sommer mit der Leinöl-Kiefernholzteer-Farbe gestrichen wurde, war diese jetzt vollkommen abgebunden. Wasser perlt vom Holz ab, Kalk und Öl vermischen sich nicht und hinterlassen keine bleibenden Spuren. Wir haben nichts vor dem Verputzen abgeklebt, Mörtel, der auf dem Holz landete, wurde gleich wieder mit sauberem Wasser entfernt. So bekommt am Ende das Holz noch einen zweiten Anstrich, um letzte Kalkschleier zu überdecken und die Farbe noch etwas aufzufrischen.
- Wir verwenden zwei verschiedene Sande und (diesmal) einen hydraulischen Kalk für unsere Baustellenmischung. So erhalten wir einen super zu verarbeitenden Putz. Auch die Lehmbauer, die gerade innen im Erdgeschoss mit einer fast gleichen Mischung verputzen, sind sehr zufrieden damit.
Jetzt folgen nur noch ein paar Kalkanstriche und ein Spalier für zwei Weinstöcke, dann kann das Gerüst abgebaut werden. Puh!
Der Verputzer-& Maurerbruder kam vorbei und mit vereinten Kräften wurde erst mal ein anderes Projekt beendet: Der Schornsteinkopf. Kurz vor Weihnachten begonnen und fast fertig gestellt, reckt er sich un in voller Klinkerpracht gen Himmel. Eine Rollschicht vollendet diesen Blickfang.
Dann aber, noch ausgebremst von Vorbereitungsarbeiten (bereits aufgetragener Putz musste wieder runter, da er "aufgebrannt" war und somit nicht tragfähig) ging es los mit dem Verputzen. Durch die Erfahrungen von der Westseite ging vieles gleich routinierter. Man war noch vertraut mit dem Material und auch die Tücken konnten uns diesmal nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Zwei Beispiele:
- Da das Fachwerkholz bereits letzten Sommer mit der Leinöl-Kiefernholzteer-Farbe gestrichen wurde, war diese jetzt vollkommen abgebunden. Wasser perlt vom Holz ab, Kalk und Öl vermischen sich nicht und hinterlassen keine bleibenden Spuren. Wir haben nichts vor dem Verputzen abgeklebt, Mörtel, der auf dem Holz landete, wurde gleich wieder mit sauberem Wasser entfernt. So bekommt am Ende das Holz noch einen zweiten Anstrich, um letzte Kalkschleier zu überdecken und die Farbe noch etwas aufzufrischen.
- Wir verwenden zwei verschiedene Sande und (diesmal) einen hydraulischen Kalk für unsere Baustellenmischung. So erhalten wir einen super zu verarbeitenden Putz. Auch die Lehmbauer, die gerade innen im Erdgeschoss mit einer fast gleichen Mischung verputzen, sind sehr zufrieden damit.
Jetzt folgen nur noch ein paar Kalkanstriche und ein Spalier für zwei Weinstöcke, dann kann das Gerüst abgebaut werden. Puh!
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